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Dienstag, Oktober 04, 2016

Col de L Íseran








Nach der  kleinen Kaffeepäuschenstärkung regnet
 es gerade nicht, als wir unsere Tour fortsetzen. Schon kurz hinter dem Restaurant 
beginnt die Anfahrt zum  Col du L Ìseran.  Doch nicht mehr heute für das
 KAWA Team. Zum ersten Mal auf der Tour stehen wir vor einem  FERMÉ  COL.  
Der   Col de L Íseran  ist  mit  2.770 m 128 m höher als der  
Col du Galibier  mit seinen 2.642 mWo ich es aus anderen Gründen beim 
zweiten Mal nicht bis zum Gipfel schaffte. Doch auf den über 90 km von  
Modane  aus wurde das KAWA Team nicht einmal auf den gesperrten Pass
 aufmerksam gemacht. Vielleicht ja nur - durch die nicht mehr grüßenden Motorradfahren ... ?
Doch die Verantwortlichen der Sperrung werden schon ihre Gründe haben. Ich gehe 
 dann noch einmal in das Restaurant um mich zu erkundigen ob der Pass vielleicht 
später wieder geöffnet wird. Nein, er sei das ganze Wochenende über geschlossen.
Mit Blick auf die Karte heißt das für uns die selbe grade mehr oder weniger auch langweilige 
Strecke auf der  D 1006  erst einmal zurück und dann über  ALBERTVILLE 
 weiter nördlich zu fahren. Somit wird das KAWA Team  kein zweites Mal    den   
Col de LÍseran   sehen und auch nicht mehr durch   Val - d´sere   kommen.
Auch um einen weiteren Umweg zu vermeiden  nicht den   Campingplatz     in  
 Bourg St. Maurice  anfahren  und den türkisfarbenen Lac de Roselend
ein weiteres Mal bestauen.






Das KAWA Team fährt im Regen 94 km zurück nach Modane
Zum dritten Mal  passieren  wir  Bonneval - sur - Arc 
Lanslebourg Mont Ceni  - Termignon - Sollieres-Sardieres   
auf der D 1006 am Flüßchen ARC entlang vorbei am  Fort AVRIEUX   L´Esseillon
In  Modane hat KAWA wieder Durst und wir tanken ein weiteres Mal an derselben Tankestelle und 
setzen eine weitere Markierung an der selben unmöglichen Stelle wie zuvor. Weiter geht es 
unterhalb der    Autobahn mit der blautürkisfarbenen Brüstung   
über  St. Michel de Maurienne  doch bleiben dann bis   
ALBERTVILLE neben der Autobahn auf  der D1006. 
Die Cameratasche war inzwischen triefend nass geworden, sodass ich meine Camera   
nun  endlich schützend vor dem Regen in den Tankrucksack stecke, so gab es 
bis zum Spätnachmittag keine Fotos mehr. Einge Motorradfahrer die uns grüßend entgegen
kommen werden  oftmals nur noch  ignoriert. Immer wieder sehen wir am Straßenrand 
Motorradfahrer in ihre Karten gucken. Suchen die  auch nach alternativ Strecken ?


Kurz vor Albertville  kommt  KAWA  dann noch einmal richtig in Stimmung als  
wir in Höhe   Frontenex  - Gilly- sur IsereMercury -  an einem
 Kreisverkehr  warten sollen, um ein  internationales Gespannfahrer Corso  vorbei 
ziehen zu lassen. Doch   meine kleine KAWA   ist so begeistert dass sie sich unter die 
Motorrad Gespanne  mischt und ein ganzes Stück mit fährt. Es fällt gar nicht auf, da
auch andere Begleitmotorräder wie Polizei mitten drin sind. Davon gibt es leider keine Fotos, da
 die Camera ja sicher im Tankrucksack steckte. Über dieses Treffen fand ich im I-Net nichts.

 
  
Der Col de le Madeleine wird ein weiteres Mal passiert



Hinter  Albertville  fahren wir auf der D1212 durch eine weitere toll zu fahrende
Schlucht der    Gorges  de L´Arly   bis   FlumetWo wir dann 
auf der D909   durch die    Georges de L Arondine    kommen.   

Zum zweiten Mal   passieren wir den
Col de la Madeleine  & den Col des Aravis













Nach über 3oo gefahrenen Regenkilometern hinter dem  Col des Aravis 
beginnt das KAWA Team  sich nach einer Übernachtungsmöglichkeit umzuschauen. 
Wir bemühen GARMIN nach einem Campingplatz zu suchen. Finden dann auch
einen, doch ist ist   FÈRME. 






Wir kommen an einem total verlassenen Bikerestaurant  
mit  Zimmervermietung vorbei, wo ich eine weitere Markierung setze. Da mir die Vorstellung 
behagt meine nassen Motorradklamotten vielleicht trocknen zu können frage ich mal nach.
 Die Nacht würde 6o €  kosten. 6o € ? Nein, 6o € verschlafen will ich nicht und fahre beleidigt  
weiter. Doch allmählich wird es wirklich Zeit dass wir was finden und landen in La Clusaz. 
Ein mit Hotels und Gastronomie geprägter französischer 
Skiort. Doch fast alle Hotels, Restaurant, Pensionen sind FÈRME.  
Das KAWA Team fragt zwei junge Männer, da dann auf wohl ihre 
Appartement Anlage zeigen. OK, fragen kann ich ja und suche die Auffahrt. 
Der Ort ist echt so eng. Die Hotels sind schwer zu finden und die Einfahrten
noch viel schwieriger. Ich frage an der Rezeption nach einem Zimmer, doch da ich keine
Reservierung habe, ist alles voll. Bekomme allerdings einen Tipp für eine weitere Möglichkeit.
Die wir dann endlos lange suchen. Bis uns direkt ein junger Mann anspricht um uns zu helfen.
Wir stehen fast vor dem  Hotel   doch müssen einen riesen Umweg fahren um an den Eingang
zu kommen. Auf dem Hotelberg ist es eng und die Autos stehen kreuz und quer und es werden
Parkplätze gesucht. Am liebsten  würde ich gleich wieder runter fahren, bloß weg hier von
diesem hektischen Ort. KAWA parkt dann einfach vor dem Haupteingang und ich stiefele 
triefend nass an die Hotelrezeption um nach einem Zimmer für eine Nacht zu fragen. Drinnen ist es
genauso wuselig wie schon draußen. Koffer und Taschen schleppende gestylte Leute. Es dauert
eine ganze Weile bis man mir dann einen Zettel unter die Nase hält wo 117 € drauf steht.
117 €  für eine Nacht ?!!  In so einer Umgebung ??  Sicherlich werden die ganzen hektischen
Menschen nicht mit in mein Zimmer kommen. Doch spinn ich denn ? Selbst wenn ich das Geld
hätte würde ich niemals so einen Preis bezahlen, wo ich schon bei 60 € nicht wollte. Doch ich bin
 triefend nass, es ist schon später als gewollt  und ich muss nun endlich den Fahrtag
beenden. NEIN, selbst wenn ich immer noch nicht weiß wo ich die kommende
 Nacht verbringen werde, stiefel ich wieder aus diesem Hotel. Setzte mich auf meine KAWA 
um die Regenfahrt fortzusetzen. Ich kann nicht glauben, dass es Leute gibt die sich in solchen
Umgebungen wohl fühlen und dafür auch noch sehr viel Kohle abdrücken. Gottseidank ist es so.
Denn all diese wird das KAWA Team hoffentlich niemals auf ihren Touren treffen. Es 
reicht schon dass sie  mit ihren Autos den Straßenverkehr blockieren und verstopfen.


Doch wie schon so oft taucht  plötzlich unverhofft  wie aus dem NICHTS ein 
Campingplatz  Hinweisschild auf. Das KAWA Team biegt erwartungsvoll ab 
und steht vor einer Reception. 

Saint  - Jean - de - Sixt
Camping du Cret


  


Als ich meinen Helm abnehme werde ich freudig von der Campchefin
begrüßt ... oh il est une femme. Ja, ich kann bleiben und darf
mein Zelt direkt auf dem Wohnmobil Parkplatz aufschlagen, da die Campingwiese ein 
Stückchen weg und zu nass sei. Ich zahle ihr 1o € und gehe auf ihr Kaffeeangebot  für
den nächsten Morgen gerne ein.





Fast geschafft ... WIR können Feierabend machen !!


Ich baue im Regen mein Zelt auf. Hänge meine nasse Regenhaut und die von der Tour
 nun doch durchnässten wärmeren Handschuhe zum Trocknen im Waschhaus dazu.
Organisiere mir Zeitungspapier um damit meine nassen Daytonas auszustopfen.
Brutzel dann vor dem Zelt mein Fleisch welches ich im Intermarchè in Modane 
kaufte und schreibe später in mein Daybook .....

 ... JA, das war ein toller Regenschnee Tag auf  KAWA. Es regnete fast ununterbrochen 
und ich tat gut daran mein Ski-Kapuzen-Schal- Kragen Shirt
und die 3/4 lange Thermoradhose angezogen zu haben.











1 Kommentar:

Svenja hat gesagt…

Boah, welch ein Reisetag. Du bist aber wirklich eisenhart, bei Regen noch dein Zelt aufzuschlagen. Aber wenn man dann trocken drin liegt, freut man sich über das gesparte Hotelgeld. Welch ein Tag...