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Montag, August 29, 2022

Lysefjorden / Hardangervidda

 

Unser Wildzeltplatz oberhalb vom Lysefjord hatte zwar einen super Ausblick auf eben diesen. Doch am nächsten Morgen wurden wir von abermillionen kleiner Fliegenmücken attackiert dass wir schnellstens das Weite suchten. Wir sind komplett zerstochen und haben mittlerweile am janzen Körper richtig große Pestbeulen. Und die Jucken wie verrückt. Wenn eine Juckattacke kommt ist's nicht auszuhalten dass ich mir schon die Arme blutig kratzte. Da hilft dann möglichst nur Abkühlung in einem See. 

Gestern fuhren wir spontan Fähre von Lauvvik bis Oanes. Am Kai trafen wir dann auch wieder auf die 3 NL Biker. Einer hatte mir zuvor beim Tanken geholfen weil ich wegen Sonneneinblendung das Display nicht lesen konnte. Die waren janz schön flott unterwegs da ich ein Stück hinter ihnen her fuhr. Teilweise warens TET'ler und Peter hatte ein super Gleichgewicht auf den Bikes. Er stellte sich beim Aufsteigen aufrecht auf die Fußrasten. Er fuhr mit ner alten blauen Tenere und ein Kumpel mit dem neuen Kinderschokoladen Modell und der 3  mit der schweren 1200 BMW. Sprach von Mazedonien ... technischen Fähren etc.. Tjo ... wir sind froh überhaupt noch fahren zu können. Vor ner Brücke hielten die 3 an und KNATTY fuhr weiter. Wir bogen auf die 517 nach Jelsa ab und fuhren schöne kleine Straßen am Wasser entlang. Bauten die Fv681 zum Hebnes Ferrykai mit ein. Landeten Irgendwann auf der 520 und fanden dort direkt am Svartavatnet an der Staumauer einen Wildzeltplatz mit Bademöglichkeit im 2 10° C erfrischenden Wasser. Als Nachbarn hatten wir laut plöckende Schafe  die richtig aufdringlich frech wurden als wir uns Spaghetti zubereiteten. Wir mussten vor ihnen  flüchten. Ins Gespräch kamen wir mit einen Norwegerin die da oben ein Haus hat und selbst begeisterte Enduro Fahrerin ist und im Sept ne Enduroreise nach Tansania gebucht hat. Am Abend war unser Zelt schon nass  doch am Morgen trocken. Wir gingen ins Wasser und brachen danach zeitiger auf. Wir waren gut ausgeschlafen. Wir knöpften die Regenmembran wieder in die Moto Hose und zogen uns ein kurzärmeliges und 2 langärmelige Merino Shirts an. Auf der Fahrt durch das atemberaubende Gelände wurds trotz der schon aufgestockten Motorrad Kleidung dennoch ziemlich frisch. Wir fuhren die Strecke 2 x und machten in Roldal erstmal ne Einkaufs und Frühstückspause da wir am Morgen gar nichts mehr zu essen hatten. Weiter gings über Odda, einen Abstecher auf die teilweise Offroad Straße nahe dem Buer Gletscher. Weiter auf der 550 am Wasser entlang und mit der Fähre Jondal diesmal nur aus anderer Richtung  kommend nach Torvikbybg und weiter am Hardangerfjord entlang wie 2019 als wir vom Norden kamen. Dort ist Apfelanbaugebiet und ich erinnere mich wie komisch es auch schon 2019 war durch diese so ganz andere Gegend zu fahren wo wir doch davor vollkommen andere Landschaften hatten. Wir klauten uns die ersten Norwegischen Äpfel von 2 Bäumen als wir mit einem Päärchen aus ABI ins Gespräch kamen. Auch das noch. Weiter gings am Hardangervidda entlang. Inzwischen wars uns warm geworden und ne Armjuckattacke überkam uns. Wir suchten uns einen Parkplatz der mit Deutschen übersät war und kratzten uns unsere Arme blutig. Kurze Linderung schaffte bisschen Wasser. Wir fuhren weiter und fanden noch einen Steinestrand wo wir richtig in den salzigen Hardangerfjord steigen konnten. Was fürne Wohltat. Schluss machten wir in Granvin und beim Zeltaufbauen merkten wir wie erledigt wir schon wieder waren. Bilder können wir keine hochladen da wir nur mit gedrosselter D Geschwindigkeit unterwegs sind und keine Norgekarte kaufen konnten da wir keine Sozialversicherungsnr haben. In Norwegen ist's schon teurer als in Schweden und hier gibt es keinen Blaubärjogurt den wir in Schweden immer tranken. 09:50 PM und es ist Stock dunkel. Wir campen direkt neben einem Holzsägewerk wo nachts gearbeitet wird.

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