Wir werden nie mehr sagen dass es irgendwo gut oder schön ist ... denn danach wird's nicht mehr gut sein.
Gestern parkte genau neben uns der Bus und die alte telefonierte stdlang dass wir nicht schlafen konnten. Wir gingen genervt nochmal zur Toilette und sagten denen dann dass wir schlafen müssen da wir früh los wollen. Und dass wir es nicht verstehen dass sie so dicht stehen wenn der Platz riesig ist. Er fuhr dann zwei Schritte weiter und sie fragte wieder ob das denn geht ... und wenn ich ja morgens früh los will stören würde. Geht's noch?
Genau wie hier auf dem Platz an der AINs meinten wir noch wie schön ruhig es hier doch ist. Bis die Mexikaner ihre Session abends vom Fluss mit dröhnenden mexikanischen ? Klängen nahe oder sogar auf dem Campingplatz fortsetzen. Die dröhnende andersartige Musik anfangs noch erträglich wurde dann immer lauter und nicht mehr schön. Selbst durch die Ohrstöpfel noch gut zu hören. Doch irgendwann mussten sie wohl Schluß machen.
Zurück zum vorletzten Platz zu 12 € ....Die Nacht war dann von Autobahnlärm geprägt die an dem Platz vorbei führt. Vlt stand der Wind anders denn die Nacht zuvor hörten wir keinen Straßenlärm.
Wir starten kurz vor halb 07:00 AM Vom Camp aus nochmal durch die Gorge de la Dourbie und es folgen viele kleine Kurven ohne Ende dass wir uns schwindlig fahren würden wenn's uns nicht schon längst ist.
Die Cevennen oder seltener Sevennen sind der südöstlichste Teil des französischen Zentralmassivs. Karstgebirge mit engen, steilen Schluchten und Hochebenen prägen die Landschaft. Montane und mediterrane Flora und Fauna gehen ineinander
Dann ein übler Umfaller ... GARMIN II routete uns aus ner Asphaltkurve kommend links auf eine kleine Straße die in einen schmalen steinigen abschüssigen Weg führte. Wir merkten das wird nichts und wollten wenden. Doch wir bekamen KNATTY nicht von der Stelle. Wir stellten sie ab was schwierig war und schauten uns den Weg erstmal an. Etwas weiter unten war's kurz breiter dass das Wenden klappen würde. Wir konnten nicht mehr aufsitzen und versuchten KNATTY rechts seitlich führend so den steinigen Geröllweg abwärts zu bekommen. Dabei passierte es dann dass sie nach links zur Seite kippte und wir sie nicht halten konnten. Aufheben mit all dem schweren Gepäck undenkbar, also alles erstmal runter Der Versuch sie dann am Lenkerende aufzurichten scheiterte kläglich, null Chance. Keine Energie obwohl wir kurz zuvor 2 Bananen gegessen hatten. Wir stiefelten dann den Hang nach oben zur Kurve und versuchten jemanden anzuhalten. Erst hielt ne Frau danach kam ein Motorrad mit Paar auf ner Rennmaschine. Die kamen dann mit und er half KNATTY aufzuheben und fuhr'se dann hoch wo sie fest stehen konnte. Zweimal laufen um das Gepäck zu holen. Ihn bat ich nochmal mit zu kommen um die schwere Tasche mit zu schleppen. Es war später Vormittag aber schon wieder so warm geworden dass wir von dieser Aktion klitschenass waren. Wir sattelten KNATTY erstmal auf und fuhren die von dem Helfer eingestellte Route zu einer Tankstelle in Mende auf dem SMARTY nach.
Das KNATTY Team ist dann doch nich Itsy Boots .. Noraly die alles fährt und sich selbst konditionell selbst helfen kann
Danach wurde Smarty zum Routen eingesetzt. Wir fanden durch den gefahrenen Umweg nicht mehr auf den gebastelten GARMIN II Track zurück und waren ausserdem sauer auf GARMIN II dass er den Versuch, den immernoch vorhandenen verrückten Offroad Hau vom Vorbesitzer mit uns ausleben zu wollen. Das konnte ja nur in die Hose gehen. Unsere Konstitution lässt sowas einfach nicht zu. Erstrecht nicht mit Gepäck. Vlt hätten wir den abschüssigen Geröllweg ohne Gepäck geschafft. Doch wie wäre er weiter verlaufen da er schon sehr zugewachsen aussah. Und außerdem waren wir davor schon sehr viele auch kleine Haarnadelkurven und für uns durchaus anspruchvolle Strecke durch oder über die Cevennen gefahren.
Smarty navigierte also weiter und GARMIN II lief parallel dazu. Immer wieder wollte er ins Trackgeschehen eingreifen doch wir folgten dem Smartphone Track um auch bisschen Strecke zu machen. Irgendwie sind wa jetzt unruhig und brauchen dringend Ruhe möglichst am Wasser.
Wir bekamen am Nachmittag Hunger. Suchten erst ne Tankstelle und danach ne Pizzeria. Ein Pizzaladen öffnete erst am 07:00 PM also suchten wir weiter. Dann suchte GARMIN II uns einen Campingplatz. An der Straße ein großes Hinweisschild. Dem folgten wir. Die Rezeption nicht besetzt und keiner kam auch nach dem Anruf einer noch warteten. Wir fuhren ... eh zu teuer und zu hässlich. GARMIN II routete uns 8 km weiter an LES PLAGES de L'AIN. Ein Platz mit Pizzaservice und endlich WASSER. Hier checkten wir für 17 € für eine Nacht ein. Stellplatz gesucht, Zelt aufgebaut Pizza geholt und gegessen und dann an und inden reißenden Fluss. Hier bleiben wir mind. noch eine weitere Nacht.
Das Camp, der reißende Fluss AIN und ne Pizza reißt es dann wieder raus und GARMIN II hat seinen Faupaux wieder gut gemacht.
Wir gaben mal unsere Adresse in GARMIN II ein damit er uns routen konnte und lief parallel zum Smartphone wie zuvor schon geschrieben. Doch gab ne ganz andere Route vor. Wir wussten eh schon lang nicht mehr wo wir fahren kamen aber auf kleinen Straßen irgendwie doch voran. Hier ist überall viel Verkehr
Einmal wurden wir fast von KNATTY geholt als uns eine laut kläffende Hundemeute urplötzlich angriff. Nein keine Hunde sondern 2 Starfighter flogen im Tiefflug links an uns vorbei
Die Franzosen spinnen doch und wollen ihre Stärke mit Übungsflügen demonstrieren. Hoffentlich werden sie nie im Ernstfall zum Einsatz kommen. So abwegig ist das ja alles nicht mehr .. da die hier viel Fliegen. Wir finden's einfach nur unheimlich.
Ist wirklich kein Wunder wie erschossen wir uns die letzten Tage fühlten. Am Wasser merken wir erst wie warm es geworden ist. Keine 5 Min. Halten wir's auf den Ufersteinen aus Dann wird's uns trotz warmen Wind einfach zu heiß in der Sonne und wir gehen zurück ins Wasser.
Nun bleiben wir weitere 2 Nächte und zahlten insgesamt gleich 10 € mehr 44 €
Jetzt zum Ende der Tour hin reißt das Zelt weiter auseinander. Es riss an einer gebrochenen Zeltstange auf. Versuchten erst mit Klebeband zu flicken ... unser ging zur Neige und der hier mit leisem Golfmobil rumfahrende Platzwärter organisierte uns Scotch Klebeband. Doch das ging nicht wirklich. Uns fiel ein dass beim Zeltzubehör ein Reparaturset dabei ist. Eine kleine Hohlstange überbrückt nun die gebrochene scharfe Bruchstelle der Zeltstange und die entstandenen Löcher flickten wir auch mit dem Set. Das Material dieses Micra Zeltes ist so brüchig und schlecht dass es wohl kaum von der Sonne so schnell zerreißen kann. Ne Reklamation ist bereits eingeleitet. Dauert.... ! Ein 2. Zeltstangenelemenet hat auch schon Bruchstellen.
Eine neue diesmal gebrauchte GARMIN Halterungsschale fanden wir auch über ebay und scheint schon auf dem Weg nach KN zu sein.
KNATTY'S HR wird uns noch gerade so zurück nach KN bringen.
Gestern bei dem Umfaller hatten wir schon Bedenken mit dem wenigen Profil überhaupt noch genügend Grip zu haben um den Geröllweg wieder hoch zu kommen.
Das warme Wetter hier macht uns doch sehr zu schaffen ... letzte Nacht wachten wir auf weil uns kotzübel war ...
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