Ende spontan gegen 03:28 PM ... wir wollten bis 04:00 PM fahren um noch bisschen Strecke zu machen. Doch wir waren seit um 07:00 AM nach einer eisigen nur rum wälz und schlaflosen Nacht unterwegs. Seltsamerweise funzte der Track vom letzten Jahr den wir fuhren am 2. Tag nicht mehr. Deshalb stellten wir GARMIN II einen gesetzten WEGPUNKT auch von 2023 ein - der auch von GARMIN II trotz hoher KM Zahl berechnet wurde.
Wir fuhren ellenlange hoch runter geradeaus Strecken - wo wir nicht sahen wenn wir oben ankamen wie's vor uns ausieht. Solche Straßenführung gab's in Tschechien auch. Dann kamen wir durch viel ländliche doch noch bewohnte Dörfer mit morbiden Charme. Ich mag das und kam mir auch diesmal irgendwie wie im ehemaligen Ostblock vor.
Im ländlichen Frankreich blühen die gelben Rapsfelder. Eine zeitlang sahen wir vor uns auf einen blauen Himmel oder Wolkendecken über tiefer gelegenes Land was aussah wie Meer also Wasser.
Wir kamen an interessanten Bauten vorbei doch zückten nicht einmal das in der Jackentasche verschwundene SMARTY nachdem wir es als Navi vor dem gesetzten Wegpunkt nutzten und das erst neue Ladekabel direkt am Stecker brach. Tankrucksack und Handyfach vertragen sich einfach nicht dass die Ladekabel schon immer nach kurzer Zeit beim ersten Einsatz brechen. GARMIN II hatte mit der Navigation genug zu tun.
Außerdem war's bei Abfahrt am Morgen um 07:00 AM mit erst 1° C auch nicht gerade sehr warm beim Fahren. Die Eisfüsse gaben ihr bestes und unser Körper zwar in neongelber Regencombi gehüllt ebenfalls. Die Temperaturen stiegen anfangs nur bis 7° C und erst nach Mittag wurds etwas wärmer dass wir das Obenrum von der Regencombi auszogen und die Ärmel übern Bauch zusammen knoteten. Die Wintersturmhaube wurde uns irgendwann auch zu eng und unangenehm dass wir sie nur als Halstuch weiter trugen und die Sommersturmhaube und die Kapuze von der Light nicht Daunenjacken aber anderes fluffiges Material reichte aus. Es blieb auf unzähligen geraden Straßen reichlich windig und nach dem Fahren hatten wir nicht nur einen ordentlichen Muskelkater. Im Stand und in der Sonne war's uns in den Klamotten viel zu warm .. erst recht wenn wir kurzärmelige Sommermenschen sahen. Doch beim Fahren brachten wir den Windschutz.
Wir tankten fast immer schon nach 150 gefahrenen KM .. da wir durch ländliches fuhren wo kilometerweit eine Tankstelle kam.
Nach 2 Std eisiger Morgenfahrt machten wir ne erste Pause in so einem verlassen wirkenden ländlichen Dorf um Bananen und Käsebrötchen zu futtern. Es hielt ein Mann im Auto um uns zu fragen ob wir Probleme mit KNATTY haben. Wir sind kurz davor an ihm vorbei gefahren als er Gartengeräte in sein Auto schaffte. Nein .. wir futtern nur was.
Fontainebleau Hostel 18 € die Nacht
Ein Camp besetzt mit jungen Leuten internationaler Nationalitäten die zum Bouldern eine spezielle Kletterart auf Sandsteinfelsen hier sind. Die Gegend sei dafür bekannt.
Als wir hier ankamen war der Besitzer nicht da und wir wurden von einem immer nervigeren Typen in Empfang genommen. Anfangs janz ok - doch dann nur noch lästig. Wir waren von über 400 km auf KNATTY hundemüde und wollten nur noch unser Zelt aufbauen, uns einrichten, duschen und was futtern.
Doch der Typ tauchte immer wieder auf - beim Zeltaufbau hatte ich wieder Probleme mit den Zeltstangen - er wollte mit seiner Alkfahne helfen und brachte mich auf die Palme. Dann wurschtel ich lieber stundenlang allein rum - bis ichs habe anstatt auch noch von so einem Typen die Alkfahne einatmen zu müssen. Später stellte er mir ein Glas Hochprozentiges hin - ich lehnte dankend ab. ICH trinke keinen Alkohol.
Ich saß noch bisschen am Rechner. Parallel machte ich mir 2 kleine Tüten Instantnudeln. Kochte mir ne Kanne Kaffee für morgen und ging dann hundemüde ins Zelt schlafen.
Ich war froh mich wieder warm eingepackt die Nacht richtig ausstrecken und schlafen zu können. Das Zelt war schon nach kurzer Zeit außen nass - als ich nochmal zur Toilette ging und nach unseren Akkus sah die in der Ladestation steckten.
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