Mi. 21. Mai 25
Zeitig wachen wir auf noch vorm SMARTY Wecken um 06:15 AM. Wir sind noch mĂŒde und stellen SMARTY 5 Min. weiter als er sich meldet, doch dann drĂŒckt auch schon wieder die Blase wie so oft in der Nacht. Schon am frĂŒhen Morgen wird in der Nachbarschaft gearbeitet Wir hören irgendwelche Metallschleifer. Selbst bis spĂ€t in die Nacht wurde hier auf dem Bau gearbeitet. Die ALBANER werkeln, instandsetzen oder Bauen ĂŒberall neu. Ein Land in Bewegung.
Wir haben den totalen Ganzkörpermuskelkater. Selbst in der Nacht schmiere ich mir die Waden mit kĂŒhlender Pferdesalbe ein. Doch warum tun auch meine Armmuskeln so weh. Ist das noch vom GepĂ€ck schleppen von der KNATTY black out Aktion. Wir trinken jetzt ne Tasse Kaffee um noch ein Durchfall HĂ€ufchen zu setzen. Ich denk ich werde mir in der nĂ€chsten Zeit nur Wasser in Flaschen kaufen und die in die löchrige Trinkblase fĂŒllen. Das Leitungswasser ist hier im Haus auch Chlor haltig und Bona fuhr gestern mit ihrem Mann mit groĂen wohl Wasser Kanistern weg um neues zu beschaffen?
Es sind dunkle Wolken am Himmel .. sollten wir direkt in Regencombi starten. Als ich das GepĂ€ck zu KNATTY bringe erscheint Bona und sie gibt mir durch ne Geste zu verstehen dass sie 'ohhh is..' weil ich verschwinde. Sie bietet mir einen Kaffee an den ich diesmal dankend annehme. Die Tage zuvor lehnte ich immer ab weil ich mir selbst schon ne Tasse machte. Ich sattel KNATTY auf und setz mich danach noch mit Bona auf'n Kaffee zusammen. Sie hat 2 Söhne, einer davon Daniel ist Mechaniker und hat im Deutschland gearbeitet. Zusammen mit seinem Bruder haben die beiden gestern Abend noch lange an dem einen Bike geschraubt. KNATTY stand in der Nacht also nicht allein und hatte Gesellschaft. Es fĂ€ngt dann doch an zu regnen und ich kram die Regencombi raus und zieh sie an. Bona hilft mir direkt. So eine liebe. Ich wĂ€re tatsĂ€chlich noch dort geblieben, doch 50 € waren mir zu viel und ohne FrĂŒhstĂŒck. KNATTY kommt dann gut die steile rumplige Haarnadelkurven Abfahrt runter. Finger weg von der Handbremse sagen wir uns immer wieder wie so'n Mantra vor. Wir fahren auf der gut ausgebauten nicht so schönen SH73. SpĂ€ter geht's tatsĂ€chlich wieder durch's Hochgebirge. Wie bergig ALBANIEN đŠđ± doch ist. Wir kommen am frĂŒhen Vormittag auf dem Family Campingplatz GJIROKASTRA an. Die Wohnmobil Camper Leute, darunter viele Deutsche wuseln alle rum und betrachten das KNATTY TEAM als Exoten. Alle grĂŒĂen wir natĂŒrlich auch und kommen schnell in GesprĂ€che. KNATTY hat ja auch einige Abenteuer die letzten Tage erlebt und hat was zu erzĂ€hlen. Als ne Deutsche fragt ob sie unseren bunten Helm fotografieren darf kommen wir uns schon komisch vor und die Belgien đ§đȘ Frau fotografiert mich vor KNATTY bevor sie in ihren Bus steigt und davon dĂŒst. KNATTY schindet Eindruck. Wir schwanken zwischen 2 ZeltplĂ€tzen. Rasen und nahe am Restaurant oder Kies mit den StellplĂ€tzen der Wohnmobile vor den Augen. KNATTY will dann den Kiesplatz weil'se denkt wenn die abends alle lange im Restaurant sitzen und wir auf dem PrĂ€sentierteller davor is nix. Doch als wir dann doch anfangen aufzubauen leert ein Camper sein stinkendes Etwas in die Sickergruppe dass es zu uns rĂŒber riecht und wir ziehen doch lieber auf die magere RasenflĂ€che. Der Zeltaufbau mit den neuen SanistĂŒcken klappt ganz gut. Als alles steht fahrn'wa nach GJIROKASTRA in die OLD TOWN. KNATTY kommt auf's ĂŒble rutschig holprige steile in die Höhe gehende Kopfsteinpflaster und hat dummerweise einen Austria VW Bus vor sich der stĂ€ndig seine Fahrt unter 10 kmh verlangsamt. Irgendwann kann sie an ihm vorbei, doch sie dreht dann in ne Kopfsteinpflasterseitenstrasse ab da sie dieses steile oder stark abschĂŒssige Kopfsteinpflaster nicht bei starken Regen fahren will. Gottseidank waren wir schon ohne GepĂ€ck unterwegs ansonsten wĂ€r'n wohl lĂ€ngst nach hinten weggekippt mit dem schleichenden VW Bus vor uns. KNATTY sucht sich dann unten in der Stadt neben einem CafĂ© und Wohnblock ne Parke und fragt im CafĂ© ob sie dort stehn darf. Dann stiefeln wir die Steigung hoch zur Burg rauf. Nehmen natĂŒrlich den weitesten Weg mit Umweg dahin. Doch so ham'wa im Nachhinein wenigstens ne gute Orientierung des Arsenals bekommen und stellen fest dass man da auch ganz hoch fahren kann. Doch die Abstellmöglichkeiten durch die SchrĂ€gen fĂŒr KNATTY nicht ideal sind. Heute mĂŒssen wir kein Eintritt bezahlen und können uns free die Burg ansehen. So strommern wir in jede Burgecke und finden's schon toll da oben auch wenn'wa nicht allein sind. Beim Abstieg nehmen wir die Treppen runter und landen in der Souvenir und Fressmeile die mittlerweile gut besucht ist. Mitten auf dem Weg stehen Restaurant Tische. Wir sehen ein Salat Schild und entscheiden um jetzt doch schon was futtern zu wollen. Doch das Lokal wo wir uns platzieren gibt nur GetrĂ€nke aus und gegenĂŒber wĂ€re das Restaurant gewesen. Doch irgendwo drinnen wollen wir nicht sitzen und stiefeln weiter. Dann entdecken wir ein ganz kleines Restaurant wo der schon Ă€ltere Chef ne KochmĂŒtze trĂ€gt, uns lockt und setzen uns in den Kopfsteinpflasterabhang an einen kleinen Tisch. Wir bestellen uns Salat und auf Empfehlung vom Chief was mit KĂ€se. Es kommt erst der kleine Salat mit Brot und dann ĂŒberbackener KĂ€se mit Tomaten und Olivenöl. Ganz einfach aber total lecker. Am Nebentisch vor uns wird ein Gericht nach dem anderen aufgefahren und die ham'was weisses Milchiges zum Trinken, was wir uns auch bestellen. Wir mĂŒssen zu oft auf deren Essen geguckt haben da stĂ€ndig was nach kam dass der Mann mich fragte ob ich probieren möchte und gab uns was ab. NatĂŒrlich sagen wir da nicht nein. Er unterhielt sich dann mit ner anderen Deutschen die am Nebentisch sass. Ein Albaner der in Basketball macht und in den USA đșđž lebt und dieses kleine Restaurant mit guten traditionellen Essen empfiehlt. Wir zahen 1000 ALL fĂŒr alles und das sĂ€uerliche MilchgetrĂ€nk Ă€hnelte Buttermilch, die war urlange nicht tranken. Wir gehen zurĂŒck zu KNATTY und trinken dort 2 Espresso und kommen mit dem Betreiber ins GesprĂ€ch der in Deutschland in Drogen gemacht haben will. Er bringt uns WalnĂŒsse zum Futtern. KNATTY fĂ€hrt dann noch bisschen rum und kommt auf die Hauptstrasse die an der Burg vorbei fĂŒhrt. Sie hat diese BRIDGE im Auge doch da kommt'se dann heute doch nicht mehr hin weil der Weg ihr mit MĂŒdigkeit zu rumpelig is und dreht ab. Wir kaufen uns noch ne Flasche Wasser, WĂŒrste und ne Dose 250 gr. Cappuccino aus Italien đźđč. Die Italiener bescheissen die ALBANER ganz hoffentsichtlich in den Mengenangaben. Denn als wir das Cappuccino Zeug in unser 200 gr Schwedisches Kaffee Gas umfĂŒllen ist noch ziemlich viel Platz in dem Glas. Mind. 100 Gr. fehlen im italienischen Cappuccino. Na sowas.
Wir gehen duschen und haben immer einen Blick auf die lfd Waschmaschine. Das einmalige Waschen ist hier kostenlos und unseren TSHIRTS wĂŒrd's nicht schaden. Doch es regnen immer wieder und ein Mann kommt uns dann zuvor dass wir es auf spĂ€ter verschieben. Wir kriegen dann doch noch wieder Hunger und setzen uns drauĂen ins Restaurant. Es gibt einen handgeschriebenes DIN A4 Blatt wo die heutigen Gerichte mit Preisen draufstehen. Wer nehmen ne HĂŒhnerreissuppe die mit Brot serviert wird. Hausmannskost vom feinsten. GesĂ€ttigt haun wa uns ins Zelt und hören die Restaurant GĂ€ste quatschen und den Campern beim GeschirrabspĂŒlen zu. Uns fallen fast die Augen zu. Nach dem Duschen merkten wir wieder unseren Ganzkörper Muskelkater der durch die heutige Kraxelei rauf zur Burg bestimmt noch schlimmer wird. Die Waden, Oberschenkel und Arme schmieren wir wieder ausreichend mit Pferdesalbe ein. Wir haben keine Körpercreme mehr und sahen dass die hier richtig teuer ist. Hier soll's einen Aldi geben, vlt werden wir da fĂŒndig. Es wird ein albanischer Aldi und wir sind so doof und kaufen sĂŒndhaft teure Körpercreme Das mit den Preisen fĂŒr D Artikel ham die Albaner irgendwie nicht raus oder wir ?
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