Nach einigen Überlegungen meinerseits, bot ich Holgers Mutti anfang letzter Woche
nun doch an, bei ihr zu malern. So fuhr ich kurzentschlossen, aber diesmal durchaus
nicht kopflos wieder nach München. Zuvor packte ich alle benötigten Malerutensilien,
Werkzeug usw. gewissenhaft zusammen, um nachher in Aktion nicht wieder feststellen
zu muessen, dass die Hälfte an benötigtem Werkzeug vergessen wurde.
Also Freitag 04. Juli 08 4 stündige Fahrt nach München. Direkt zu H. Mutti und losgelegt
Gardinen abzunehmen, Eckbank teilweise zu zerlegen, damit ich sie auf den Balkon
stellen konnte, wo auch der Tisch hinkam. Die Stühle brachte ich in den Keller. Leiter aus
dem Keller geholt. Bei den Vorarbeiten wurde dann natürlich erst das gesamte Ausmass
der zu erledigenden Arbeiten richtig sichtbar. Also bin ich sie angegangen ... !! Aber meine
Laune, wohl auch bedingt durch meine Wechseljahrsprobleme, stieg ins Unermessliche,
ich fand mich, die Drecksarbeit, meine Schwäche, die Anstrengung, nur noch zum Kotzen
und fühlte mich dementsprechend.
Freitag fuhren wir wir also erstmal zu Höffner, wo H. Mutti, sich eine totschicke neue
Essecke kaufte. Holger drückten wir einen neuen Wäscheständer aufs Auge. Ich
leistete mir ein neues Tablett und neue Microfaserbettwäsche für 4.95. Danach brachten
wir H. Mutti erstmal wieder nach Hause und ich fuhr mit H. zum Baumarkt Farbe
kaufen. Nach dem Farbe kaufen fing ich an, die Möbel abzudecken und abzukleben,
also alle notwendigen Vorarbeiten möglichst zu erledigen, damit ich im Nachhinein nicht
soviel Arbeit hatte. Denn beim Malern ist Vorarbeit alles. Irgendwann gegen Abend
fuhren H. und ich dann nach Hause.
Samstag früh aufstehen. Zur Mutti fahren. H. ging mit ihr zusammen zu Aldi rüber
zum Einkaufen. Ich legte renovierungstechnisch los. Klebte und deckte weiter ab und
strich Ecken, Kanten und als erstes die Decke. Stellte fest, dass die spezielle Nikotinfarbe
schwer zu verarbeiten war, sie spritzte was das Zeug hielt, ausserdem hatte ich wenig
Platz in der Mitte des Raumes die Decke zu streichen, weil die Möbel dort zusammen
gestellt waren, was die Sache noch erschwerte. Allerdings wären mir die Möbel auch
zu schwer gewesen, sie rauszuschaffen, außerdem war eh garkein Platz dafür mehr
vorhanden. Also quälte ich mich beim Decke streichen so irgendwie ab. Zusätzlich hielt
diese Nikotinfarbe nicht das, was sie versprach und zwar, den verhandenen Nikotin an
den Wänden mit einem strahlendem Weiß einfach abzudecken. Denn ich erwähnte im
Baumarkt, dass es sich um Raucherwände handelt und ich befürchte, dass normale
Farbe nicht richtig deckt und ich unter Umständen 2 mal streichen muesste und dass
dazu dann meine Kräfte nicht reichen. Daraufhin zeigte uns die Verkäuferin eine
sauteure Nikotinfarbe, die alles gut abdecken sollte. Die ich mit Rand streichen wollte,
strich ich den gleich etwas breiter mit. Später merkten wir dann allerdings dass das
Klebeband die Farbe wieder mit von den Wänden riss und verzichteten auf Ränder an
den Wänden. Allerdings scheinen jetzt die weißen Ränder doch durch die gelbe Farbe
an einigen Stellen durch. Nun ja, vielleicht auch nur, wenn man es weiß und gezielt nach
Fehlern, Mackelt oder wie auch immer sucht ? Vielleicht fällt es ja anderen garnicht so
auf. Nur ich wollte halt alles möglichst perfekt machen, aber das ließ sich leider nicht
so richtig realisieren.
Samstag strich ich also die Decke und machte mich an die Strukturputzwände, wo nach
dem Trocknen auch wieder dunkle Flecken durch kamen und die Spezialfarbe nicht
richtig deckte. Die Fensterfront strich ich gelb und beende dann erstmal meine Arbeit
für Samstag, es war mittlerweile dann eh schon Spätnachmittag.
H. und ich gingen abends dann noch zum Taiwanessen esse. Lecker, lecker !!
Sonntag wieder früh raus, hingefahren und losgestrichen. Lange Wand und die komplette
Küchenzeile wurde gelb gestrichen. Nach dem Streichen Wohnzimmer wieder halbwegs
wohnbar gemacht und mit dem Flur angefanngen. Gereinigt, abgeklebt und sämtliche
Arbeiten von vorne. Sonntagabend war ich dann nur noch tod.
Montagmorgen total genervt, einfach nur noch fertig, körperlich mal wieder total am
Ende. Aber da noch nicht alles abgeschlossen war, hingefahren, um die letzten Arbeiten
zu erledigen. Eckbank komplett zum Transport auseinanderschrauben, raustragen,
ins Auto laden und zum Wertstoffhof gefahren. Schrankzwischenräume gestrichen,
Gardinen aufgehängt, abgenommen Dinge von den Wänden wieder angeschraubt und
mit H. Mutti zum Toom gefahren, weil sie sich einen Teppich und eine Gardinenstange
kaufen wollte. Aus dem Teppich wurde zwar ein Bastläufer, der aber sehr gut zu ihrer
neurenovierten Küchenzeile paßt. Irgendwann am Nachmittag kam H. und wir gingen
zusammen zum Essen. Danach fuhren H. und ich zu H. nach Hause. Wo ich mich nur
noch lang machte. Davor fuhren wir noch Lebensmittel für mich einkaufen.
Gestern Dienstag war ich immer noch schlecht drauf, müde, genervt, überanstrengt.
Diese Überanstrengung versuchte ich mit einem Einkaufszentrum Besuch zu
kompensieren. Ich kaufte mir einige neue Klamotten recht günstig bei C & A und
brachte H. auch ein sexy sexy sexy T-Shirt mit, welches ich mit diesem Aufdruck
recht witzig für ihn fand.
Dienstag Abend, also gestern, gingen wir dann noch einmal zum Taiwanesen essen.
Heute Mittwoch, gegen halb 5 aufstehen, nicht mehr schlafen können. Kaffee gemacht.
Nachdem H. weg war, Wäsche in die Maschine, meine gleich mit. Bad geputzt.
Duschvorhand gewaschen. Gesaugt. Müll rausgebracht. Spielchen mit dem Staubsauger.
Geschirrspühlmaschine eingestellt. Grad wieder ausgeräumt, Duschvorhang aufgehängt.
Jetzt um 10.12 am bin ich müde und würde am liebsten schlafen. Doch ich werde mir
meinen spannenden Thriller von John Katzenbach "Das Opfer" zur Hand nehmen und
zumindest so lange lesen, bis mir entgültig die Augen zufallen.
Gegen Mittag 13 Uhr treff ich mich dann mit H. an der U-Bahn um mit ihm zu seiner
Mami zu fahren.
SANDUKUS

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