Sa. 10. Mai 25
Heute ging's nach 3 NĂ€chten in MOSTAR vom CAMP NERETVA welches direkt am kĂ€ltesten Fluss der Welt liegt frĂŒh am Morgen weiter nach SARAJEVO. Es war gut dass wir schon so frĂŒh unterwegs waren da auch schon viele andere mit uns. Wir fuhren die meiste Zeit an der breiten NERETVA entlang durch wunderschöne Natur und Bergwelt. Leider mussten wir uns sehr auf den Verkehr konzentrieren da die hiesigen PKW's es nicht so sehr mit Abstand in egal welchen Situationen halten. Es kamen uns unzĂ€hlige Busse entgegen. Ăfter wurden wir von entgegen kommenden PKWs angeleuchtet. Kurz vor SARAJEVO wurds landschaftlich noch kurviger und schöner. KNATTY wollte dann tanken und dabei stellten wir fest dass KNATTYs Frontscheinwerfer defekt war, deshalb wurden wir sooft angeblendet. Bei der Tankstelle konnten sie uns nicht helfen doch gleich schrĂ€g gegenĂŒber war ne Auto Werkstatt die aussah wenn'se in Reifen macht. Da fuhr KNATTY einfach rauf fragen. Und tatsĂ€chlich obwohl die gut zu tun hatten wechselte ein netter Fachmann ohne groĂe Worte KNATTYs defekte Birne aus. Zeitgleich tauchte ein deutsch sprechender Mann auf der mit VW Bus mit S Kennzeichen fuhr. Er wohne gleich nebenan im Haus und war kĂŒrzlich erst in KN als wir ins GesprĂ€ch kamen. Er sagte das der Birnenwechsler es mit Jahre langer Erfahrung hinbekommt und auch sogar die passende Birne hatte. Unser Held am Samstag. WĂ€re es uns in D passiert hĂ€tten wir erstmal wochenlang auf einen Werkstatt Termin gewartet und am Sa wĂ€re da absolut nix gelaufen. Das war unser Highlight des Tages. Nur doof das wir nicht an die VorderbremsbelĂ€ge und hĂ€ngende Kette dachten. Doch wir kommen ja nochmal dran vorbei.
KNATTY steuerte dann erstmal den raus gesuchten Campingplatz an den eine in Berlin wĂ€hrend des BOSNIEN đ§đŠ Krieges gelebte Frau fĂŒhrte. Sie ist als 2 jĂ€hrige zu ihrer Oma nach Berlin gegangen als in BIH der Krieg ausbrach. Der Platz war schön ... oberhalb von SARAJEVO doch sie nahm ĂŒberhaupt keine Zeltcamper an, sondern nur noch Wohnmobile. Sie rief dann fĂŒr mich in einem Hotel direkt in SARAJEVO an dass wir uns alternativ rausgesucht hatten. Doch das war belegt. Doch direkt neben ihrem GrundstĂŒck war ein anderer kleiner Campingplatz mit schwieriger abschĂŒssiger Geröllabfahrt wenn KNATTY nach rechts abbiegen muss. Dort bauten wir dann auf. Der Typ mit verkrĂŒppelten Fingern an beiden HĂ€nden kam uns anfangs komisch vor und wollte fĂŒr die erste Nacht 20 € und fĂŒr'ne weitere 30 € und dann Steigerung + 15 €. Er schlug einen Platz vor doch wir wollten nicht direkt vorm Haus wie auf'm PrĂ€sentierteller sitzen und suchten uns schlussendlich die hinterste Ecke mit Blick ins GebĂŒsch aus .. weil er da tatsĂ€chlich Strom hatte. Teilweise sehen diese PlĂ€tze so klein und aus Deutscher abfĂ€lliger Sicht herunter gekommen abgeranzt aus. Doch haben schlussendlich alles was wir brauchen. Alles ist irgendwie aus eigener Hand zusammengeschustert worden und man bedenke hier war vor 30 Jahren Krieg. Ne Katze die beim Zeltaufbau gleich unter den Zeltboden krabbelt .. die packten wir sofort am Hals und zogen sie wieder raus . ne Katze die wohlmöglich markiert brauchen wir nun nicht ... aber ne Toilette und funktionierendes Inet und das ham'se hier. Als wir das Camp suchten sahen wir das erste Mal 2 streunende StraĂen Hunde auf dem Platz als KNATTY wendete. Die verhielten sich Gottseidank nicht angriffslustig.
Die Zeltstangen Reparatur mit den flexiblen GartenschlauchstĂŒcken klappte natĂŒrlich nicht ... da das Zeug einfach weg knickt und den Zeltstangen keine StabilitĂ€t gibt.
Als unser Zelt endlich stand fuhren wir zu dem SARAJEVO Tunnel Museum am AERODROM dem SARAJEVO Flughafen. Das war zwar schwere Kost doch durchaus interessant und sehenswert. Leider nahmen die kein Euro und Kreditkarte. Wir mogelten uns dann so in das StĂŒck freigegebenen Tunnel. Nur am Ausgang stand dann ein Uniformierter und wir bekamen Schiss dass wir jetzt verhaftet werden und verschwinden erstmal auf dem Bodenklo. Doch wir kamen ungeschoren zurĂŒck zu KNATTY.
KNATTY zahlt 1 € ParkgebĂŒhr und fĂ€hrt weiter ins SARAJEVO Centrum. Wir fahren gefĂŒhlt mind. 20 km durch SARAJEVO mit starkem Verkehr. KNATTY parkt dann irgendwo in ner SeitenstraĂe und wir sind nur ein paar Meter von dem Old Town Hotel entfernt welches belegt war und stehen auch schon in den belebten Verkaufsgassen B a ĆĄ Ä a r ĆĄ i j a wo wir auch hinwollten doch SMARTY noch 3 km Entfernung angab. KNATTY hat mal wieder alles richtig gemacht.
Wir spazierten dann bisschen durch die eng belebten Gassen. Essen bei einem TĂŒrkei đčđ· Bosnien đ§đŠ Restaurant was der Typ uns bringt und trinken ne Cola. Alle anderen GĂ€ste hatten mal wieder das Essen bestellen können was wir auch wollten. Doch wir die Speisekarte nicht lesen und uns entscheiden konnten.
Danach liefen wir noch in Richtung eines Grabstein Kreuzberges. Kaufte 2 Ăpfel in einem GemĂŒseobstladen und stiefelten zurĂŒck zu KNATTY die unbehelligt an dem abgestellten Platz stand.
Wir fuhren dann nach GARMIN II gesetzten Wegpunkt zurĂŒck zum Olly Camp. Das Camp liegt oberhalb von SARAJEVO und wir fuhren stetig steil nach oben. Kurz vor dem Camp is ne Zipline Anlage. Und weiter oben seitlich ĂŒber dem Camp wird ein riesen Komplex von wohl Hotel gebaut. SARAJEVO ist brechend voll mit Touristen.
Wieder zurĂŒck kam uns das Camp dann auch nicht mehr so unangenehm vor. Der Besitzer war da und der Junge Mann sieht ihn als Vater obwohl er's nich ist. Der Typ lieĂ mich dann an seinem Laptop sogar GARMIN II Fotos in mein Picasa laden. Danach musste ich zwar ĂŒber 700 Fotos bei GARMINII einzeln löschen doch ich kam mit seinem Macbook nicht zurecht um GARMIN II anzeigen zu lassen. Irgendwie dachte ich mir schon wie er an so einen hochwertiges Laptop kommt. Die ErklĂ€rung dazu kam am nĂ€chsten Tag.
Abends essen wir dann 2 Tassen Instant Nudeln auf dem Kocher zubereitet.
Hier in der Höhe ĂŒber SARAJEVO ist schon seit dem Nachmittag richtig frisch und die Nacht scheint kalt zu werden.
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