11. Mai 25
Nachdem wir heute erstmal ausschliefen ... in der Nacht wieder Pippi Unterbrechungen ...
dann plÀrrte irgendwann der Muhezin und die Hunde bellten.
KNATTY wollte auf den Olympischen Berg fahren und sich das Bobbahn GelĂ€nde der 84' SARAJEVO Winterolympiade ansehen. Wir fuhren kleine enge lĂ€ndliche Bergstrassen km weit hinauf. Wir fragten uns schon wie sie auf dieser engen Bergstr. die damaligen Athleten mit groĂen Bussen dort hochgekarrt bekamen. Der Asphalt wurde immer schlechter und es ging immer höher. Noch kamen zwischendrin immer noch HĂ€user Schuppen oder Anzeichen von Leben, doch die Strecke endete nicht. Auf einmal ging der ĂŒble löchrige mit losem Kiesel Asphalt dann in einen unbefestigten Weg ĂŒber. Da wir eh schon ziemlich unsicher unterwegs waren drehten wir an diesem Punkt um. Wer weiĂ ob es wenn wir da weiter gefahren wĂ€ren noch die Möglichkeit zum Wenden gegeben hĂ€tte. So war's fĂŒr's Gleichgewicht gestörte KNATTY TEAM das beste. KNATTY wollte dann stattdessen zur Seilbahn fahren und da mal schaun. Doch da scheiterten wir tatsĂ€chlich an den steilen schrĂ€gen abschĂŒssigen StraĂenverhĂ€ltnissen dort hin. Oh man .. hier muss man gesund Motorrad fahren können. Wir wollten nur noch auf eine ebene FlĂ€che und Plan drei trat in Kraft.
Barbara von ride2seetheworld hatte uns den Tipp mit der Free SARAJEVO WALK TOUR gegeben und da fuhr KNATTY nun hin. Sie konnte direkt vor dem BĂŒro parken und 10 Min. spĂ€ter ab 10:30 AM konnten wir an der interessant gefĂŒhrten fast 3 Std. langen Wanderung durch SARAJEVO teil nehmen. Es gab viel Hintergrund Infos. Alles auf Englisch was wir im Zusammenhang nicht alles verstanden. Uns wurden traditionelle Lokale gezeigt, viel ĂŒber die Historie und War's berichtet. Wieviel NationalitĂ€ten hier mit mischen, wieviel Ethnien es gibt usw.. Im AnschluĂ an den lange gedauerten Walk ging ich mit einem Schweizer Paar Mara u. Peter die nebenan auf dem Camp mit Bus stehen in ein von Arne der Tourguide gezeigtes traditionelles Restaurant essen. Das was ich mir aussuchte war wirklich lecker. Wir also FuĂie und ich zahlen dafĂŒr 15 BAM oder KM Konvertible Mark die wir gestern in dem TĂŒrkisch Bosnien Fastfood Schuppen als Wechselgeld zurĂŒck bekommen hatten. Zu trinken nahm ich dann noch ne Cola als ich sie bei den CH sah .. nochmal 4 KM.
Nach dem Futtern trennten sich unsere Wege. KNATTY stand immernoch unbehelligt vorm Tourguide Office und wir fuhren zurĂŒck zum Camp. Diesmal zwar nicht die abschĂŒssige kaputte Walkstrasse die man zu FuĂ vom Camp runter in die City laufen kann .. doch auch wieder ne ziemlich steile StraĂe den Berg hoch. Wenn dann zwischendurch ne rote Ampel kommt und wir im Hang stehenbleiben mĂŒssen zwischen den PKW's ist's jedesmal schon ne Herausforderung fĂŒr uns und wir waren heute nicht nur einmal froh ohne GepĂ€ck gefahren zu sein. Ansonsten wĂ€ren wir wohl lĂ€ngst hinten ĂŒber o. im ĂŒblen SchrĂ€gen umgekippt. Auch heute sind uns hier beim City Walk wieder ĂŒble Raser aufgefallen. Wie sind die an ihre FĂŒhrerscheine gekommen oder haben die durch den Krieg ne andere Sicht auf Menschenleben wenn die so durch ne belebte Innenstadt rasen. ZĂ€hlt ein Menschenleben nix mehr? Das kennen wir doch nur von deutschen Politikern.
ZurĂŒck im Camp gibt's erstmal Kaffee und wir kommen mit dem uns anfangs komisch vorgekommenen Typen ins GesprĂ€ch. Er spricht auch gut deutsch. Ist seit 9 Monaten zurĂŒck aus D Raum Kassel und muss sich von D erholen. ErzĂ€hlt von seinen Erfahrungen mit dem D Arbeitsmarkt und das Gebahren des D Jobcenters. Erfahrungen mit SchlĂ€gertruppen und D Polizei die ihm nicht half, sondern noch beschimpfte. Wenn er das alles haben will ... kann er auch in Bosnien đ§đŠ bleiben sagt er. Ich kann ihn verstehen .. denn den D geht's doch mittlerweile nicht anders. Leider ist's genauso und irgendwann kann der Mensch diese ganze Scheisse einfach nicht mehr ertragen.
Hier in SARAJEVO gab's und gibt's von der EuropÀischen Union ? oder D geförderte Programme zur Arbeitsintegration. An so einem Programm hat er teilgenommen und ist dadurch an einen ... von mir gestern genutzten hochwertigen Apple Laptop gekommen.
Interessant mal wieder wie die EuropĂ€er u. D andere LĂ€nder in so einer Form unterstĂŒtzen. Ich bekam zwar auch zwischendurch immer mal wieder hart erkĂ€mpfte Bildung doch ein Laptop war nie darunter. Doch ich bin fĂŒr solche Dinge und Organisation auch einfach zu blöde und will ja auch garnichts mehr mit dem allen zu tun haben.
Das GesprĂ€ch mit ihm war aufschlussreich ... er wollte sich nur was aufbauen .. hat sich in mehreren Dingen versucht ... wohl bemerkt als körperlich behindeter Mensch .. was eigenes erschaffen, seine Arbeit tun und in Ruhe leben und hat auf die UnterstĂŒtzung in D gehofft ... doch ist nur von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz geschoben worden .. das Geld hat nie gereicht war immer im Minus .. jeden Tag gearbeitet - parallel dazu musste er stĂ€ndig im Jobcenter auftauchen und am WE nur Regen ... das ist von Deutscheland hĂ€ngen geblieben. Also nix gutes. Ja .. nur in Ruhe leben .. sich wohl fĂŒhlen. Das ist alles nicht mehr gegeben in D und auch woanders.
Hier zahlte ich nun 30 € fĂŒr 2 NĂ€chte im Zelt. Danke Papa fĂŒr das Geld .. denn es ist ja von dir und speziell deiner und Mamas Lebensweise zu verdanken dass ich ĂŒberhaupt hier sein kann und gegen Michael dem Arsch erkĂ€mpfte.
Der zusammen geschusterte SanitĂ€rbereich hatte viele Spinnweben - einen auseinander gefallenen Duschkopf und kaltes Wasser. Ich erfrischte mich dennoch. Als ich fertig war bot mir der Typ die warme Dusche im Haus an. Doch alles gut, bin ja Gottseidank so wie ich bin. Also hilfsbereit und zuvorkommend ist er nach all seinen negativen Erfahrungen dennoch geblieben. Da kann sich so manch einer ne groĂe Scheibe von abschneiden.
Erst recht so ein D Arsch wie mein Bruder der sich aber auch jeden Furz jeden Handgriff bezahlen lĂ€sst - obwohl er kern gesund ist und gut verdient. Selbst fĂŒr Hilfeleistungen gegenĂŒber meiner Mutti hat er sich Strom, Benzingeld und noch viele andere ĂŒble Dinge in Rechnung gestellt und sich ordentlich bedient und mich beim Erbanteil auf ĂŒbelste Art und Weise ĂŒbern Tisch ziehen wollen. Das Geld von meinem Vater nehmen aber den Nachnamen von seiner genauso wie er Geld geilen was auch immer annehmen. Was fĂŒr ein elendiger Dreckssack + Dreckspaar. đ€
Niemals hĂ€tte ich gedacht jemals nach SARAJEVO zu kommen. 84' da war ich grad 23 J. hatte genauso wenig wie jetzt ... nix ... doch immer Reiselust und wollte immer woanders sein und nicht dort wo ich grad war. SARAJEVO hatte ich zum jetzigen Zeitpunkt garnicht mehr auf den Schirm mit den Olympischen Winterspielen in SARAJEVO. Den Krieg vor 30 Jahren da war ich dann 34 J. hatte ich auch garnicht auf dem Schirm und wurde nur durch die Tour in diese Region mehr oder weniger drauf gestossen und las bisschen quer. Wie geografisch nah und untangiert das dann doch alles zu unserem Leben in D war. Auch heute sprach die Tourguide immer wieder an dass es wichtig ist vom Krieg und was damals an Schicksal haften passierte gesprochen werden muss auch wenn's nicht einfach ist, es darf nicht vergessen werden. Die ganzen MassengrĂ€ber Friedhöfe hier bedrĂŒcken. Ich bin in einer friedlichen Zeit aufgewachsen .. kann Krieg einfach nicht verstehen. In der Ukraine fahren die Soldaten aus dem Heimaturlaub kommend mit dem Zug zur Arbeit an die Front oder aber auch die Organisatoren und das ganze andere militĂ€rische Personal, um in schöner Natur sich wie Bestien aufzufĂŒhren. Auch in Kroatien đđ· und Bosnien đ§đŠ Herzegowina was veranlasst Menschen in so einer schönen Natur Krieg zu fĂŒhren und Hab und Gut zu zerstören. Grad hier in SARAJEVO die alte Architektur teilweise zerstört neben neugebauten EuropĂ€ischer Hotelarchitektur fĂŒr die unzĂ€hligen Touristen die ins Land und speziell SARAJEVO strömen. Sie erzĂ€hlte von Studenten. Menschen gebrauchte ArbeitskrĂ€fte aus Inden, Iran, TĂŒrkei .. ĂŒber Visa Angelegenheiten und das es fĂŒr BOSNIEN đ§đŠ Herzegowina wichtig ist in die EuropĂ€ische Union und Nato aufgenommen zu werden.
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