12. Mai 25
SARAJEVO - NEUM - TREBINJE
Was fĂŒr ein Tag.
Wir starteten gegen 07:00 AM. Fuhren wieder weit durch SARAJEVO und die selbe tolle Strecke immer an der NERETVA entlang. Was fĂŒr eine Landschaft. Vor uns waren dunkle Wolken dass wir rechtzeitig in die Regencombi stiegen. Da uns eh bisschen frisch war gerade richtig. Wir hatten uns nach dem Aufwachen
nur den alten Kaffee vom Vortag auf dem Campingkocher warm gemacht und bekamen Hunger. Wir kamen hinter SARAJEVO wieder an der Werkstatt vorbei die KNATTYS Birne gewechselt hatten. Doch so frĂŒh am Morgen war sie noch zu. Hingegen es in SARAJEVO schon wieder richtig wuselig voll war. Entweder bin ich entwöhnt oder aber die đ§đŠ sind alles FrĂŒhaufsteher soviel wie hier los ist. FleiĂig sind'se jedenfalls. Hier wird am Wochenende im Bau und StraĂenbau gearbeitet. Also faul und bequem sind'se hier keinesfalls .. weil'se ja auch durch den Krieg wieder neu anfangen mussten ist die Einstellung vlt auch ne andere oder die MentalitĂ€t ist so.
Wir kamen an einem Restaurant vorbei wo drauĂen schon Lamm am SpieĂ gegrillt wurde. Dort assen wir einen Burger mit Pommes und tranken 2 Kaffee. Gestern hatte man Erik Peters dem Welt Reisenden in UK beim kurz Einchecken im Hotel sein Motorrad samt seiner kompletten AusrĂŒstung geklaut incl. sĂ€mtlicher professioneller Technik. Was fĂŒr ein Alptraum. Wir verfolgen natĂŒrlich wies bei ihm weitergeht.
GestÀrkt setzten wir die Fahrt Richtung MOSTAR fort. Wir mögen es schon mal gefahrenes und wieder erkennendes zu fahren. Heute kam uns die Strecke noch viel schöner vor. Es war zwar auch wieder reichlich Verkehr doch diesmal kamen uns nicht am laufenden Band rund förmige Reisebusse entgegen.
ErwÀhnten wir schon dass es eine sehr schöne Strecke zwischen SARAJEVO und MOSTAR ist?!
Wir kamen in MOSTAR wieder an dem NERETVA Camp vorbei und ĂŒberlegten noch ein zwei Tage in MOSTAR zu verbringen, doch KNATTY wollte heute bisschen Strecke machen. Kurz hinter MOSTAR hielt KNATTY damit wir frische Bananen kaufen können. Der VerkĂ€ufer selbst Motorrad Fahrer .. sagte ein anderer der da auch sass und Kaffee trank .. sah dass KNATTYs Kette hing. Uns war's tatsĂ€chlich auch schon aufgefallen. Der VerkĂ€ufer telefonierte dann rum und schickte uns in unserer Fahrtrichtung zu einem Werkstatt Cafe. Dort wiederum telefonierte man einen LKW Fahrer/ Feuerwehr Mann herbei der selbst ne Honda hat und sich mit der Maschine auskennt. Der kam auch prompt mit seinem Tanklaster angefahren und erklĂ€rte den beiden Jungs wie sie KNATTYS Kette richtig spannen und sah sich auch die vorderen BremsbelĂ€ge an. Da hatten wir Ersatz bei dass KNATTY sich von den Jungs ihre Kette spannen und die vorderen BremsbelĂ€ge wechseln lieĂ und Luft nachpumpen wurd auch noch gemacht. FĂŒr diesen prompten Service zahlte KNATTY 30 €. Als wir KNATTY Probefahren sollten und sie rĂŒckwĂ€rts schwer beladen aus der Werkstattgrube rangierten rutschten wir mit dem linken Stiefel weg und KNATTY knallte mit uns auf die linke Seite. Aua. Die Jungs stemmten sie wieder hoch. Der linke Handguard war abgegangen doch das hĂ€mmerten die Jungs wieder ran. KNATTY war dann etwas beleidigt weil ich sie mit dem schweren GepĂ€ck einfach nicht halten konnte und sprang zuerst nicht sofort an. Wir mussten bisschen rumrödeln doch dann fuhren wir ohne Motorrad Klufft nur ein StĂŒck um die Bremsen zu testen. Ohne Endurojacke fĂŒhlen wir uns nackt, noch unsichrer und ungeschĂŒtzt. Der eine spannte KNATTYs Kette erst zu fest ... er machte sie dann wieder bisschen lockerer da ja ausser dem GepĂ€ck auch noch meine Kilos mit rauf kamen. Wir setzten dann unsere Reise fort. Fuhren auf ner gut ausgebauten neuen StraĂe fast ganz allein bis NEUM. Da hatte man den BOSNIERN đ§đŠ HERZEGOWINA ja nicht grad viel vom Mittelmeer gelassen. Wir fuhren kurz unten am Wasser lang wo einige badeten. Doch KNATTY wollte weiter und fuhr die Strecke erst auf der gut ausgebauten StraĂe retour. Irgendwann wurde sie von SMARTY rechts ab auf'm alten parallel Weg der neuen StraĂe ein paar KM zurĂŒck navigiert. Seltsam. Dann gaben wir auch GARMIN II TREBINJE ein und wurden erstmal zurĂŒck Richtung NEUM navigiert. Doch dann ging's links ab und wir fuhren ne wirklich sehr schöne Nebenstrecke auf kleiner StraĂe durch schöne Landschaft und kleiner Ortschaften. SpĂ€ter wieder auf der HauptstraĂe sahen wir unzĂ€hlige ĂŒberfahrene teils meterlange Riesenschlangen auf der Fahrbahn liegen. Also hier wollen wir bestimmt nicht Wildzelten wenn's hier so viele groĂe Schlangen gibt. Dann baute sich vor uns ne Regenfront auf und es fing stĂ€rker an zu regnen. Wir hielten und stiegen besser in die Regencombi. Irgendwie verĂ€nderten sich die Berge die hier wirklich mit Norge mithalten können so schön ist's hier. KNATTY fuhr an einigen touristischen SehenswĂŒrdigkeiten vorbei. AllmĂ€hlich wurden wir mĂŒde und trafen bei Regen in TREBINJE ein. KNATTY tankte nochmal und ich trank einen Kaffee zur Aufmunterung. Wir schauten nach einem Campingplatz in der NĂ€he. Doch der nĂ€chste wĂ€re wieder in KROATIEN đđ· in 13 km Entfernung mit 59 Min. Fahrzeit. ZurĂŒck nach KROATIEN đđ· wollten wir nicht wirklich. Da sah KNATTY ein Hotel und steuerte es an. Nun sitzen wir in dem Hotelzimmer auf'm Bett und schreiben. Davor kauften wir zu FuĂ noch Futter ein. Eigentlich wollten wir erst ein Lokal ansteuern doch dann wurds ein Supermarkt wo wir viele schöne Sachen kauften. Heute war's ein langer gelungener Fahrtag. Wir werden gut schlafen und KNATTY konnten wir auch noch unters Haus in die Tiefgarage fahren weil's wieder regnete. Im Hotelzimmer hatten wir zuerst keinen Strom. Na sowas ... neben der TĂŒr war ein Fach fĂŒr die TĂŒrkarte und das war dann auch der SchlĂŒssel zum Strom. Wir sind halt Hotel unerfahren und das merkte die nette an der Rezeption bestmmt. Das war'so ne ganz gelassene. Das muss hier irgendwie die MentalitĂ€t der Menschen sein. Gelassenheit, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit ist ne sehr gute Mischung.
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