Di. 06. MAI 25
Wir schliefen ganz gut als wir erstmal auf dem Wildcampplatz eingeschlafen waren. Wir hörten im Dunkeln auf dem Geröll noch Schritte und waren etwas Àngstlich dass der komische Typ ohne Hund nochmal wieder gekommen ist und sich an KNATTY zu schaffen macht.
Die Nacht war um 06:00 AM vorbei. Die Vögel unterhielten sich gefĂŒhlt die ganze Nacht mit den Grillen. Wir hatten noch Wasser und kochten uns Cappuccino fĂŒr die Kanne und ne Tasse gleich. Wir packten zusammen und zogen auch gleich wieder unsere Regencombi an, es standen zwar einige dunkle Wolken am Himmel doch nach Regen sah's nicht wirklich aus.
Wir fuhren durch schöne Landschaft dahin. KNATTY hatte sich an ner schon teureren Tanke dann auch noch an die teuerste ZapfsĂ€ule gestellt. Vlt ganz gut .. wer weiĂ was es auĂerhalb der EU fĂŒr Benzin gibt.
Dann wollte KNATTY das Handy wieder nicht laden. Der USB Stecker war schon wieder verbogen. Wir schnitten eine Kante von der Handyhalterung ab .. vlt halten die Kabel dadurch lÀnger.
Wir fuhren auf der KĂŒstenstrasse weiter. Sehr touristisch hier alles. Eine Pension, Apartment nach der anderen. In einigen HĂ€fen hielten wir auch wieder. Dort lagen Charterboote mit Crew, geparkte Ausflugsschiffe ? .. alte ausrangierte Boote. Irgendwie ist diese Boots Jachten Highsociety eine fĂŒr uns komische andere Welt und auch die Menschen die in dieser Branche arbeiten.
KNATTY hielt kurz hinter Split an einem Supermarkt und kaufte uns Bananen und gab in ner Bar mit Blick auf KNATTY einen Kaffee aus. Split wollten wir uns nicht anschauen, der Berufsverkehr war uns auch wieder viel zu wuselig. Auf der KĂŒstenstrasse wurde viel gebaut und einige rote Baustellenampeln legten den Verkehr zeitweise lahm. Anfangs fuhr KNATTY noch am Staugeschehn links vorbei .. doch irgendwann fĂŒgte sie sich ihrem Schicksal .. denn wir hatten ja Zeit und zwangen uns zur Ruhe. KNATTY bog auch ein bis zweimal rechts ab wenn kleine Orte kamen. Doch landete meist tatsĂ€chlich wieder nur in teilweise recht steiler FerienhĂ€user Umgebung. Also biĂchen Fahren sollte man in Croatia schön können. Erst recht wenn ein Auto ausgerechnet an ner steilen Auffahrt mitten auf dem Scheitelpunkt stehen bleibt wird's brenzlig. Ist hier schon ein paarmal passiert. Manchmal denken wir die Einheimischen machen das mit Absicht und wollen einen Umfaller provozieren. Ist zumindest immer ein scheiĂ GefĂŒhl KNATTY in solcher Situation unter Kontrolle zu behalten.
Im MARKARSKA machten wir ne Pause und stellten KNATTY am Hafen ab und suchten uns in der zweiten Reihe ein Restaurant und futterten einen Mixed Fleischteller. Wir hatten richtig Hunger und lieĂen uns noch warmes zus Brot aufschwatzen was uns dann zu viel war und wir in unserem Rucksack verschwinden lieĂen und nun hier im Zelt futtern können.
Vor MAKARSKA trafen wir an einem HafengelĂ€nde wo wir spontan fĂŒrn Foto anhielten wieder das Motorrad Paar aus'm Osten Q im Kennzeichen welches wir gestern im KRKA NATIONALPARK schon einmal begegnet sind.
KNATTY fuhr die KĂŒstenstrasse weiter bis sie links eine sehr steile Auffahrt und auf eine kleine steile Haarnadelkurvige Bergstrasse kam. Wir dachten schon das sei diese Heilige Strasse SVETI JURE von dem der Q Ostler sprach ... von der keiner mehr runter kommt. Doch das war tatsĂ€chlich nur ne Verbindungsstrasse zum Naturpark BIOKOVO mit SKYWALK. Wir hatten natĂŒrlich wieder keinen Plan und Vorstellung was auf uns zu kommt als wir das 10 € Ticket lösten und KNATTY gegen 02:00 PM in das Naturreservat fuhr. Schon bald sahen wir die durch Feuer zerstörten schwarzen BĂ€ume und die verkohlten hellen Steine zwischendrin. Am StraĂenrand lagen viele gefĂ€llte BaumstĂ€mme und Asthaufen. SpĂ€ter sprachen wir 2 Mitarbeiter daraufhin an. Vergangenen Sommer hatte es gebrannt und es dauert bis zu 15 Jahre bis die Natur sich von solch einer Brand Katastrophe erholt. Es war wirklich nicht schön die ganzen verkohlten BĂ€ume und Natur so zerstört zu sehen. KNATTY fuhr die ersten 12 km bis zum Skywalk. Es war ein komisches GefĂŒhl da rĂŒber zu laufen und beim Runtergucken wurd uns schon anders. Wir hatten nie mit Höhe ein Problem, doch mittlerweile leider schon. KNATTY fuhr vom Skywalk weiter bis zum SVETI JURE .. nahm einige Kurven mit .. kam an frei laufenden Pferden und grasenden KĂŒhen vorbei. Uns kam's so vor als wenn Pferde und KĂŒhe dort extra ausgesetzt wurden um die AttraktivitĂ€t des Naturreservats nochmal zu erhöhen. Teilweise waren die StraĂen ohne seitliche Absperrung so schmal das wir froh waren dass nicht allzuviel Verkehr dort oben war. Zumal die Sicht durch den Nebel, Sturm und weiter oben auch Regen ziemlich gegen zero ging. Der Anstieg war fĂŒrs KNATTY TEAM schon ne Herausforderung und als wir oben waren dopten wir uns kurz fĂŒr die RĂŒckfahrt. Wir blieben auf KNATTY oben sitzen weil es so windig war. KNATTY hĂ€tte tatsĂ€chlich umkippen können. ZurĂŒck auf der schmalen Haarnadelkurven Abfahrt hielten wir kurz rechts ziemlich dicht an einer Mauer wo KNATTY mit aufgeklappten SeitenstĂ€nder Halt hatte, um uns das Regencombi Oberteil auf KNATTY sitzend ĂŒberzuziehen, da es nun auch anfing zu regnen. Als wir wieder starten wollten kippte KNATTY rechts in Richtung Mauer weg und unser Bein war eingeklemmt dass wir nicht zurĂŒck in ne stabile Lage kamen und das Bein schon anfing weh zu tun. Was fĂŒr ein Mist aber auch. Zuvor fuhren 4 Bikes in Richtung Passhöhe im Nebel an uns vorbei. Sollten wir das Bein selbst nicht befreien können mĂŒssen wir auf die 4 Bikes warten wenn sie zurĂŒckkommen. Irgendwie gelang es uns dann doch das Bein frei zu bekommen und KNATTY in stabilen Stand zu bekommen. Wir fuhren weiter, nochmal an den verkohlten BĂ€umen und Steinen vorbei, verlieĂen das Naturreservat und schlugen dann die entgegen gesetzt anzeigende Richtung von SMARTY ein da wir dort eine Tunneleinfahrt sahen. Doch die Strecke war ein paar Kurven weiter gesperrt und wir mussten zurĂŒck. Nochmal am BIOKOVO Entree vorbei wo wir von einem Mitarbeiter des tollen Parks ein Daumen nach oben gezeigt bekamen. Wir fuhren erst die höhere KĂŒstenstrasse ein StĂŒck zurĂŒck und ĂŒbersahen die Querabfahrt. Allesdings zog es sich noch KM weit bis wir hĂ€tten abbiegen können um in unsere gewollt entgegen gesetzte Richtung zu kommen. Also wendete KNATTY und fuhr das StĂŒck bis zum Querabstieg zurĂŒck. AbwĂ€rts war die schmale abfĂ€llige spitzkehrige Bergstrasse nicht ganz so schlimm zu fahren wie rauf ..doch das letzte StĂŒck ging fast senkrecht runter. Ne da wĂŒrden wir nie mehr hoch fahren wollen.
Der BIOKOVO Naturpark gefiel uns ausgesprochen gut. Bisher war's von den gesehenen Naturparks der beste. Die sollten den Eintrittspreis erhöhen fĂŒr die verkohlten BĂ€ume. Wir dachten tatsĂ€chlich daran was zu spenden .. doch kamen von den Gedanken wieder ab ... denn irgendein menschliches Arschloch wird den Brand durch Fehlverhalten oder bewusst provoziert ausgelöst haben. Denn auch Sonneneinstrahlung und Hitze braucht einen TrĂ€ger um entfacht werden zu können.
Wir strandeten an einem kleinen Strand wo wir im Hain dahinter einfach unser Zelt fĂŒr die Nacht aufbauten. Wir gingen noch ein zweimal nach dem Aufbau ins Wasser. Bevor wir den Standplatz fanden fuhren wir im Hinterland einen Zeltplatz in den Hainen zu suchen. Ein Mann sagte dann was von dem Strand den wir dann durch Zufall auch fanden.
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